Zwei oder drei Bildschirme gehören an vielen Dispositionsarbeitsplätzen längst zum Alltag. Auf einem Monitor läuft die Disposition, auf dem nächsten werden Aufträge bearbeitet und auf einem weiteren stehen beispielsweise E-Mails, Dokumente oder andere Anwendungen bereit.
Damit ein solcher Arbeitsplatz wirklich komfortabel funktioniert, muss sich auch die ERP-Oberfläche zuverlässig an unterschiedliche Monitor- und Arbeitsplatzkonfigurationen anpassen. Genau deshalb wurde die Multi-Monitor-Unterstützung im MicrotronX ERP in mehreren Bereichen weiterentwickelt.
🖥️ Jede ERP-Instanz behält ihr eigenes Fensterlayout
Besonders interessant ist die Erweiterung für Anwender, die mehrere MicrotronX ERP-Instanzen gleichzeitig verwenden.
Die Speicherung der Fensterpositionen wurde so erweitert, dass gleichzeitig laufende ERP-Instanzen auf unterschiedlichen Monitoren ihre jeweiligen Fensterlayouts getrennt voneinander behalten können.
Ein typisches Beispiel:
- Eine ERP-Instanz wird auf Monitor 1 verwendet.
- Eine zweite ERP-Instanz läuft parallel auf Monitor 2.
- Die innerhalb der jeweiligen Instanz geöffneten Fenster werden auf dem entsprechenden Monitor angeordnet.
- MicrotronX ERP speichert diese Positionen getrennt pro Monitor.
Dadurch wird verhindert, dass sich Fensterpositionen verschiedener Instanzen gegenseitig beeinflussen und beim erneuten Öffnen unerwartet verschieben oder überlagern.
🚛 Gerade in der Disposition ein echter Vorteil
Disposition bedeutet häufig, viele Informationen gleichzeitig im Blick zu behalten. Entsprechend wertvoll ist die verfügbare Bildschirmfläche.
Ein Arbeitsplatz kann beispielsweise so organisiert werden:
Monitor 1: Disposition und laufende Transporte
Monitor 2: Auftragserfassung und Sendungsdetails
Monitor 3: Dokumente, Kommunikation oder weitere Anwendungen
Welche Aufteilung sinnvoll ist, entscheidet natürlich jeder Anwender selbst. Wichtig ist jedoch, dass die Software die gewählte Arbeitsweise unterstützt und nicht nach jedem Neustart erneut Fenster sortiert werden müssen.
🔄 Fenster dort öffnen, wo sie hingehören
Die Fensterverwaltung berücksichtigt nicht nur die Position, sondern wurde auch bei der Speicherung von Fenstergrößen verbessert.
So wurde beispielsweise ein Problem korrigiert, bei dem ein erneut geöffnetes Fenster breiter als der aktuell verwendete Monitor dargestellt werden und dadurch auf einen benachbarten Bildschirm hinausragen konnte.
Auch manuell veränderte Fenstergrößen werden zuverlässiger gespeichert.
Das klingt zunächst nach einem kleinen Detail – wer jedoch täglich mit vielen ERP-Fenstern arbeitet, weiß, wie störend falsch positionierte oder über mehrere Bildschirme verteilte Fenster sein können.
🌐 Besonders wichtig bei Remote Desktop
Die neue Logik ist nicht ausschließlich für klassische Multi-Monitor-Arbeitsplätze relevant. Sie berücksichtigt ausdrücklich auch Umgebungen mit Remote Desktop (RDP).
Bei einer Remotedesktop-Verbindung kann sich die verfügbare Bildschirmkonfiguration ändern. Ein Anwender arbeitet beispielsweise einmal mit mehreren Monitoren und zu einem anderen Zeitpunkt nur mit einem einzelnen Bildschirm.
Auch aus diesem Grund wird die verbesserte Fensterverwaltung grundsätzlich bei Ein-Monitor-Systemen berücksichtigt. Die Software muss mit wechselnden Arbeitsplatz- und Sitzungssituationen umgehen können, anstatt von einer dauerhaft unveränderten Monitorlandschaft auszugehen.
📐 Unterschiedliche Auflösungen und DPI-Skalierungen
Moderne Arbeitsplätze bestehen außerdem nicht zwangsläufig aus identischen Monitoren.
Ein hochauflösender Hauptbildschirm kann beispielsweise mit einer Windows-Skalierung von 150 % betrieben werden, während ein zweiter Monitor mit 100 % arbeitet.
Solche Kombinationen stellen besondere Anforderungen an die Berechnung von Fenstergrößen, Tabellen und Oberflächenelementen.
Auch hierfür wurde MicrotronX ERP weiter optimiert. Unter anderem wurden Skalierungsprobleme bei der Berechnung von Tabellenspaltenbreiten korrigiert, die insbesondere bei unterschiedlichen DPI-Einstellungen zwischen Hauptmonitor und aktuell verwendetem Bildschirm auftreten konnten.
🧩 Mehrere Monitore mit identischen Einstellungen
Auch vermeintlich einfache Konfigurationen können technische Besonderheiten mit sich bringen. Deshalb wurde die Positionierung und Größenanpassung von Modulfenstern zusätzlich für Umgebungen mit mehreren Bildschirmen und identischen Systemeinstellungen verbessert.
Die Fensterverwaltung wurde damit nicht nur für einen einzelnen Standardfall angepasst, sondern über mehrere Updates hinweg für unterschiedliche reale Arbeitsplatzkonfigurationen optimiert.
💡 Kleine Verbesserung – jeden Tag spürbar
Multi-Monitor-Unterstützung gehört zu den Funktionen, die im Hintergrund arbeiten und deshalb schnell selbstverständlich wirken.
Genau dort liegt ihr Nutzen: Ein Disponent sollte sich auf Transporte und Aufträge konzentrieren können – nicht darauf, nach dem Programmstart seine Arbeitsoberfläche wieder zusammenzubauen.
Wenn sich Fenstergrößen und Positionen zuverlässig an der verwendeten Monitorumgebung orientieren, entsteht ein ruhigerer und effizienterer Arbeitsablauf.
⚙️ Hinweis nach dem Update
Durch die technische Umstellung der Fensterverwaltung werden vorhandene Fensterpositionen nach Einführung der neuen Multi-Monitor-Logik einmalig zurückgesetzt.
Die Fenster können anschließend wie gewünscht positioniert werden. Die neuen Positionen werden danach auf Grundlage der erweiterten Logik gespeichert.
🖥️ Ein ERP-Arbeitsplatz darf groß sein
Moderne Speditionen verarbeiten gleichzeitig Aufträge, Termine, Fahrzeuge, Statusinformationen, Dokumente und Kommunikation. Entsprechend umfangreich kann auch der Arbeitsplatz eines Disponenten sein.
MicrotronX ERP unterstützt deshalb nicht nur die fachlichen Prozesse, sondern wird kontinuierlich auch bei Darstellung, Skalierung und Fensterverwaltung für moderne Arbeitsplatzumgebungen weiterentwickelt.
Fazit
Mit der erweiterten Multi-Monitor-Unterstützung kann MicrotronX ERP Fensterpositionen bei mehreren gleichzeitig laufenden Instanzen getrennt pro Monitor verwalten. Verbesserungen bei Fenstergrößen, RDP-Umgebungen und unterschiedlichen DPI-Skalierungen ergänzen diese Funktion.
Das Ziel ist einfach: Die Arbeitsoberfläche soll sich dem Arbeitsplatz des Anwenders anpassen – und nicht der Anwender ständig seine Arbeitsoberfläche.