Der Zahlungsverkehr wird internationaler – und gleichzeitig steigen die technischen Anforderungen an Banken, Unternehmen und ERP-Systeme. Mit der Modernisierung des Ausgangszahlungsmoduls wurde deshalb auch die technische Basis zur Erzeugung von Zahlungsdateien im MicrotronX ERP umfassend weiterentwickelt.
Neben klassischen SEPA-Zahlungen unterstützt die neue Architektur auch die Erstellung von ISO-20022-Zahlungsdateien für Auslandszahlungen. Damit lassen sich unterschiedliche Zahlungswege zentral aus dem ERP heraus vorbereiten und als standardisierte XML-Zahlungsdateien für die weitere Verarbeitung durch Banken bereitstellen.
🌍 SEPA und internationale Zahlungen aus einem System
Mit der neuen Generation der Zahlungsdateierstellung werden SEPA-EU-Zahlungen und Auslandszahlungen direkt über interne Funktionen des MicrotronX ERP verarbeitet.
Damit wurde die technische Grundlage geschaffen, internationale ISO-20022-Zahlungsdateien ohne eine hierfür notwendige individuelle Triggerprogrammierung zu erzeugen.
Für Unternehmen mit internationalen Lieferanten und Geschäftspartnern ist dies ein wichtiger Schritt: Unterschiedliche Zahlungsanforderungen können stärker innerhalb eines gemeinsamen ERP-Prozesses abgebildet werden.
🏦 Das richtige Bankkonto für den richtigen Zahlungsweg
Eine wichtige Rolle spielen dabei die hinterlegten Bankverbindungen des Zahlungsempfängers. Bereits im Vorfeld wurde das Zahlungswesen um zentrale Zahlungsarten und zusätzliche Informationen zu Bankkonten erweitert.
Damit kann beispielsweise unterschieden werden, ob ein Konto für SEPA-Zahlungen, Auslandszahlungen oder einen anderen Zahlungsweg vorgesehen ist.
Auch die Kontowährung kann bei der Auswahl berücksichtigt werden. So entsteht eine wesentlich flexiblere Grundlage für Unternehmen, die mit Lieferanten, Dienstleistern oder Partnern in unterschiedlichen Ländern und Währungen arbeiten.
📄 ISO 20022 – ein internationaler Standard für Zahlungsdaten
ISO 20022 ist ein international etablierter Standard für den strukturierten elektronischen Austausch von Finanzinformationen. Zahlungsinformationen werden dabei in klar definierten Datenstrukturen – typischerweise als XML-Dateien – zwischen Unternehmen, Banken und anderen Finanzsystemen ausgetauscht.
Für ein ERP-System bedeutet dies: Die für eine Zahlung benötigten Informationen können strukturiert aus den vorhandenen Buchungs-, Kreditoren- und Bankdaten zusammengestellt und anschließend in einem für den jeweiligen Zahlungsweg vorgesehenen Format ausgegeben werden.
⚙️ Neue technische Basis statt Sonderprogrammierung
Ein wesentlicher Bestandteil der Weiterentwicklung ist die Umstellung der bisherigen SEPA-Komponenten und Datenstrukturen auf eine neue technische Basis.
Die Standard-Zahlungsarten werden nun über interne ERP-Funktionen bereitgestellt. Damit wird die Erstellung von Zahlungsdateien stärker Bestandteil des Standardsystems und die Abhängigkeit von individuellen Triggerlösungen für typische Zahlungswege reduziert.
Das ist insbesondere für Administratoren interessant: Standardisierte Zahlungsprozesse können zentral gepflegt und mit den im ERP hinterlegten Stammdaten verbunden werden, während das Triggersystem weiterhin für individuelle Sonderfälle und kundenspezifische Erweiterungen zur Verfügung steht.
🔎 Plausible Bankdaten als wichtige Grundlage
Die Qualität einer Zahlungsdatei hängt wesentlich von den hinterlegten Stammdaten ab. MicrotronX ERP verfügt deshalb bereits seit längerem über verschiedene Prüf- und Verwaltungsfunktionen für Bankverbindungen.
Dazu gehören beispielsweise Prüfungen von BIC-/SWIFT-Angaben sowie die Möglichkeit, Bankkonten hinsichtlich ihrer vorgesehenen Zahlungsart und Währung zu verwalten.
Damit wird der Zahlungsprozess nicht erst bei der XML-Erstellung betrachtet: Bereits die Qualität der zugrunde liegenden Bank- und Empfängerdaten ist Bestandteil eines möglichst zuverlässigen Workflows.
🧩 Flexibel für individuelle Anforderungen
Nicht jeder Zahlungsprozess lässt sich vollständig standardisieren. Unternehmen können besondere Freigaben, zusätzliche Prüfungen oder individuelle Zahlungswege benötigen.
Hier bleibt MicrotronX ERP flexibel: Neben den integrierten Standardfunktionen stehen weiterhin Erweiterungsmöglichkeiten über das ERP Triggersystem zur Verfügung.
So lassen sich Standardisierung und kundenspezifische Geschäftslogik miteinander kombinieren.
📊 Vom offenen Posten bis zur Zahlungsdatei
Die technische Weiterentwicklung ist Teil eines größeren Prozesses innerhalb des MicrotronX ERP. Ausgangszahlungen stehen nicht isoliert neben der Finanzbuchhaltung, sondern greifen auf vorhandene Informationen aus Buchungen, offenen Posten, Kreditorenstammdaten und Bankverbindungen zurück.
Dadurch kann der Weg von der erfassten Verbindlichkeit bis zur erzeugten Zahlungsdatei innerhalb einer gemeinsamen ERP-Umgebung abgebildet werden.
🚀 Ein weiterer Schritt für internationale ERP-Prozesse
Gerade für Speditionen und Logistikunternehmen gehört die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern zum Tagesgeschäft. Transporte, Dienstleistungen und Kosten entstehen über Länder- und Währungsgrenzen hinweg – entsprechend flexibel muss auch das Zahlungswesen sein.
Mit der modernisierten SEPA-Architektur und der Unterstützung von ISO-20022-Strukturen für Auslandszahlungen schafft MicrotronX ERP eine zeitgemäße technische Grundlage für diese Anforderungen.
Fazit
Die Weiterentwicklung des Ausgangszahlungsmoduls macht das MicrotronX ERP flexibler für nationale und internationale Zahlungsprozesse. Moderne SEPA-Komponenten, ISO-20022-Unterstützung für Auslandszahlungen und zentral gepflegte Zahlungs- und Bankinformationen bilden gemeinsam die Basis für strukturierte digitale Zahlungsabläufe.
Von der Verbindlichkeit über die passende Bankverbindung bis zur fertigen Zahlungsdatei – die einzelnen Schritte werden innerhalb des MicrotronX ERP immer enger miteinander verbunden.